NonstopNews - Der Nachrichtendienst fürs Fernsehen

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13.4.26 01:59
US-Präsident räumt erstmals ein, dass Ölpreise bis November auf Rekordniveau verharren könnten - Deutschen Verbrauchern und deutscher Wirtschaft droht demnach ein Sommer der Rekordpreise an der Tankstelle und den Energiekosten - Neuer Preisschock am Montag nach Scheitern der Verhandlungen und Blockadeankündigung erwartet

Preise für Diesel und Benzin verharren aktuell auf hohem Niveau - Ölpreise vorbörslich am Montag bereits gestiegen, Gaspreise schnellen in die Höhe

13.04.26, 01:59 Uhr

Datum: Montag, 13. April 2026, 1 Uhr

Ort: Berlin

 

(ch) Seit rund sechs Wochen tobt der Krieg im Iran. Hatten die amerikanischen und iraelischen Streitkräfte anfangs von einem schnellen Einsatz über wenige Wochen gesprochen, so ist nun von einem Konflikt die Rede, der die Welt noch Monate beschäftigen könnte. Die ersten Auswirkungen haben die Deutschen bereits wenige Tage nach Kampfausbruch an den Tankstellen gemerkt - und sie leiden noch immer. Denn auch eine kurzfristige Gesetzesänderung vor Ostern brachte keine Erleichterung, stattdessen verharren die Benzinpreise auf Rekordniveau. Wer in der Nacht auf Montag tanken wollte, zahlte je nach Tankstelle in Berlin zwischen 2,28 Euro und atemraubenden 2,76 Euro. Der Liter Super E10 kostete zwischen 2,08 und 2,49 Euro. Vor Kriegsbeginn zahlte man noch rund 1,70 Euro.

Und dieser Preisschock dürfte anhalten. US-Präsident Trump räumte am späten Sonntagabend in einem FOX-Interview erstmals ein, dass die Ölpreise möglicherweise bis November hoch bleiben könnten: "Es könnte so sein oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben." Übersetzt könnte man auch sagen: Nichts genaues weiß man. Aber es wird, auch angesichts der amerikanischen Ankündigung zur Blockade der Straße von Hormuz deutlich: der deutschen Wirtschaft und den deutschen Verbrauchern könnte ein harter Sommer drohen. Und damit auch der Politik, die bislang noch keine Antwort auf die jetzige Situation gefunden hat. Der Ölpreis ist bereits vorbörslich wieder gestiegen, die europäischen Erdgaspreise gar um 20 Prozent.