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11.10.26 22:02
Unbekannte Tätergruppen geraten mitten in Wohnsiedlung aneinander - mehrere Schüsse fallen und auch Messer kommen zum Einsatz - Polizei findet am Tatort nur noch drei Schwerverletzte mit Schusswunden und Stichverletzungen
Großfahndung nach Tagbeteiligten und den Tatwaffen mit zahlreichen Polizeikräften und einem Hubschrauber - Hintergründe der Tat noch unklar
11.10.26, 22:00 Uhr
Datum: Sonntag, 11. Oktober 2026, 18:45 Uhr
Ort: Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
(sg) Mehrere Schüsse haben am Sonntagabend im Bielefelder Stadtteil Schildesche einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Bei einer offenbar gewalttätigen Auseinandersetzung wurden drei Menschen schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei besteht für die Verletzten keine Lebensgefahr. Die mutmaßlichen Täter sind auf der Flucht. Ein Großaufgebot der Polizei fahndete bis in die Abendstunden nach den Verdächtigen. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz.
Gegen 18:45 Uhr alarmierten verängstigte Anwohner die Polizei, nachdem in der Straße Im Bracksiek plötzlich mehrere Schüsse gefallen waren. Der Tatort liegt in einer Wohngegend zwischen einem Einkaufszentrum und angrenzenden Parkanlagen. Nach bislang unbestätigten Informationen sollen zwei Gruppen miteinander in Streit geraten sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung seien mehrere Schüsse abgefeuert worden.
Dabei wurden drei Menschen schwer verletzt. Nach unbestätigten Informationen erlitten zwei Personen Schussverletzungen, während eine weitere Person durch eine Stich- oder Schnittverletzung verletzt worden sein soll. Rettungskräfte versorgten die Verletzten und brachten sie anschließend in umliegende Krankenhäuser. Nach Angaben der Polizei sind die Verletzungen nicht lebensgefährlich.
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Zahlreiche Einsatzkräfte durchsuchten die Umgebung nach den flüchtigen Tatverdächtigen und möglichen Tatwaffen. Dabei kontrollierten die Beamten unter anderem Sträucher, Hauseinfahrten und Mülltonnen. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Fahndung aus der Luft. Dabei kamen nach vorliegenden Informationen auch Nachtsicht- und Wärmebildtechnik zum Einsatz.
Rund um den Tatort wurden mehrere Straßen sowie der Parkplatz eines nahe gelegenen Einkaufszentrums abgesperrt. Spezialisten der Kriminalpolizei begannen mit der Sicherung von Spuren und möglichen Beweismitteln. Gleichzeitig befragten Polizeibeamte Anwohner zu ihren Beobachtungen. Auch Passanten und Schaulustige wurden kontrolliert und auf gefährliche Gegenstände durchsucht.
Zur Aufklärung des Gewaltdelikts soll eine Mordkommission der Bielefelder Polizei eingesetzt werden. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sowie die genaue Zahl der Beteiligten sind bislang unklar. Ebenso ist noch offen, ob sich die beteiligten Gruppen kannten und was zu der Eskalation führte.
Die Ermittlungen und die Fahndung nach den flüchtigen Tatverdächtigen dauern an.