NonstopNews - Der Nachrichtendienst fürs Fernsehen

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12.1.26 23:49
Krankentransporter gerät auf spiegelglatter Autobahn in Brandenburg ins Schleudern und prallt in Leitplanken – beide Rettungsdienstmitarbeiter verletzt, Patient war zum Glück keiner an Bord

Unmittelbar vor dem Unfall soll die Autobahn bei Nuthetal sogar vom Winterdienst komplett abgestreut worden sein, allerdings war die Fahrbahn wohl so stark vereist, dass dies den Unfall nicht verhinderte

12.01.26, 22:40 Uhr

Datum: Montag, 12. Januar 2025, 22:40 Uhr

Ort: A115 bei Nuthetal, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

 

(sg) Am späten Montagabend kam es auf der Bundesautobahn 115, kurz vor der Anschlussstelle Saarmund, zu einem Verkehrsunfall mit einem Krankentransportfahrzeug.
Auf der aufgrund von Glatteis spiegelglatten Fahrbahn verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug. Das Krankentransportfahrzeug geriet nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte dort gegen die rechte Leitplanke. Nach dem Aufprall schleuderte das Fahrzeug zurück auf die dreispurige Fahrbahn und kam schließlich auf der Mittelspur zum Stillstand.
Ein nachfolgender Lkw-Fahrer konnte noch rechtzeitig bremsen und stellte seinen Lastwagen schützend quer vor das verunfallte Einsatzfahrzeug, wodurch ein Durchfahren weiterer Fahrzeuge in die Unfallstelle verhindert wurde.
Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich keine Patienten an Bord des Krankentransporters. Beide Sanitäter wurden verletzt, einer von ihnen musste mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die Feuerwehren aus der Gemeinde Michendorf sicherten die Unfallstelle ab. Sie nahmen auslaufende Betriebsstoffe auf, reinigten die Fahrbahn und entfernten Trümmerteile. Für die Dauer der Rettungs- und Aufräumarbeiten sperrten Polizei und Einsatzkräfte die Fahrtrichtung Berlin voll; die Sperrung dauerte etwa eine halbe Stunde. Zusätzlich warnte die Polizei über die Warnanlage Ihres Fahrzeugs vor dem tückischen Glatteis.
An dem Krankentransportfahrzeug entstand Totalschaden, es musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei äußerte gegenüber der Polizei, dass nur wenige Minuten vor dem Unfall ein Streufahrzeug die Fahrbahn behandelt hatte – aufgrund der Witterung war dies offenbar jedoch nicht ausreichend, um den Unfall zu verhindern.